Holzkunde

Eiche

besitzt eine regelmäßige Farbkernbildung (Kernholzbaum) mit einem mehr oder minder regelmäßigen Farbunterschied zwischen Splint- und Kernholz. Der meist schmale Splint (vielfach 2,5 bis 5 cm breit) ist gelblich weiß bis hellgrau.

Dekoratives, ringporiges Laubholz von graugelber bis hellbrauner Holzfarbe, im Gebrauch bis dunkel-gelbbraun nachdunkelnd. Jahrringgrenzen scharf voneinander abgegrenzt, mit dem grobporigen Frühholzporenring auf den Längsflächen als prägnante Fladern bzw. Streifen sichtbar.

Kirschbaum

Ist der Vertreter einer besonderen Holzart , eines Holzes von lichter Färbung, das trotz seiner Helligkeit nicht farblos wirkt und das trotz seiner Feinporigkeit noch genügend Struktur besitzt, um bei jeder Verarbeitungsform und jeder Größe des Gegenstandes einen typischen, aber nicht aufdringlichen Holzcharakter zu zeigen. So ist es verständlich, dass Kirschbaum immer dann bevorzugt wird, wenn ein Möbelstück sich durch gediegene sowie ausgeglichene Formen auszeichnet, die dem Holz neben technischen Funktionen auch eine schmückende Wirkung ermöglichen. Da durch das mehr ausgewogene als auffällige Holzbild, ein Sattsehen oder ein Überhaben vermieden wird, führen diese Vorzüge zu einem so hohen Bedarf an Kirschbaum.

Mahagoni

wird im Innenausbau und zur Möbelherstellung als Massivholz oder als Furnier genutzt und für Drechselarbeiten verwendet. Aufgrund seiner guten Dauerhaftigkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber biotischen Faktoren wird es auch oft im Schiffbau eingesetzt.

Häufig werden auch (meistens hochwertige) Gitarren und andere Musikinstrumente daraus hergestellt sowie besonders hochwertige und stabile Fenster und Särge.

Das Splintholz ist grau-braun bis grau-gelb, hat jedoch nur eine geringe Breite und hebt sich deutlich vom rot-braunen bis hell-braunen Kernholz ab. Im Radial- und Tangentialschnitt sind zahlreiche „Spiegel“ zu erkennen, wodurch das Holz eine schimmernde und lebhafte Oberfläche bekommt. Im Radialschnitt zeigt sich, dass es sich um ein zerstreut poriges Holz handelt.

Nussbaum

hat teils einen schmalen, teils einen breiten hellgrauen Splint. Das Kernholz ist mattbraun bis schwarzbraun, von verschieden breiten dunkleren Adern unregelmäßig durchzogen. Die Färbung aller Arten variiert erheblich und ist stark vom Alter und Standort abhängig. Nusshölzer neigen bei starker Belichtung zum Verbräunen und einer Verminderung der Farbstreifigkeit.

Struktur: Nussbaumholz ist häufig gestreift, geriegelt oder wolkig. Starke Faserabweichungen sind häufig und führen zu interessanten, figurierten Holzbildern.

Als dekoratives Furnier im Möbelbau besonders für Schlaf- und Wohnzimmer sowie für Tonmöbel. Als Vollholz besonders für den Korpus in der Klavierfabrikation, für Parkett, Täfelungen, Drechslereiarbeiten. Eines der wertvollsten und begehrtesten Möbelhölzer.

Auch Nussbaumsplint wird häufig mitverarbeitet.

Zebrano

 

 

ist ein bevorzugtes Holz für Messerfurnier wegen seiner dekorativen Wirkung. Als Phantasieholz (wegen seiner Maserung so von einigen so genannt) ist Zebrano in seinem Bedarf von der jeweiligen Mode abhängig. Es ist mittelschwer, mittelhart, elastisch und Schlagfest mit mittleren Druck- und Biegefestigkeit. Zebrano muss langsam und sorgfältig getrocknet werden, da es sonst eine starke Neigung zum Reißen und Werfen aufweist. In trocknen Zustand ist es witterungsfest. Kernholzfarbe ist hell- bis graubraun, matt glänzend, mit dunkelbraunen, tangential verlaufenden Streifen. Zebrano ist daher sehr dekorativ, wird zu Furnier weiterverarbeitet, als Drechslerholz verwendet oder findet Anwendung in der Kunsttischlerei.

Padouk

 

 

ist hart und dicht und elastisch, spaltet leicht und ist druck und biege fest. Das Holz kann Korallenrot sein, später dunkelt es nach, Splint weißlich . Die Holzstruktur ist zerstreut und grob strukturiert, leicht bis schwer, wechselwüchsig und mit welligem Faserverlauf.
Paduok wird weiterverarbeitet zu Furnierholz, findet Anwendung im Innenausbau, dem Möbelbau und in der Drechslerei.

Ebenholz

ist trotz seiner Härte mit allen Werkzeugen gut zu bearbeiten und messerbar. Ebenholz Makassar lässt sich besonders gut hobeln und polieren sowie drechseln und schnitzen.. Holzstaub von Ebenholz Makassar reizt die Schleimhäute.

Ebenholz hat ein schwarzes Kernholz, was hellrotbraun gestreift ist. Dadurch wirkt es sehr dekorativ.

Ebenholz wird weiterverarbeitet zu Furnier, findet Anwendung in der Kunsttischlerei, im Instrumentenbau, für Schnitzereien und in der Drechslerei.

Olive

 

ist sehr dekorativ, dicht, gering schwindend, aber schwer zu spalten, dafür aber mit allen Werkzeugen gut zu bearbeiten. Der Splint von Olive ist von unterschiedlicher Stärke und hat eine hellbraune Farbe, die später nachdunkelt. Das Kernholz ist gelblich-weiß mit rötlicher Tönung und mit dunklen Streifen durchzogen. Jahrringe sind im Querholz mehr oder weniger sichtbar, wobei der Faserverlauf unregelmäßig ist. Olivenholz findet seine Anwendung in der Kunsttischlerei und Drechslerei.

Pflaume

 

auch Zwetschge genannt, ist hart, dicht und spröde. Zwetschge schwindet sehr stark und ist im Freien nicht dauerhaft. Das Holz ist sauber zu bearbeiten, zu drehen und zu schnitzen.

Die Zwetschge ist rosabraun bis violett-braun im Kernholz, Splint gelblich zerstreut porig, feinjährig, gleichmäßige Struktur.

Pflaumenholz wird verarbeitet in der Drechslerei, für Kunsttischlerarbeiten, für dekorative Kleinmöbel in handwerklicher Einzelfertigung.

Maserholz

Unter der Maserung oder Zeichnung eines Holzes versteht man das Muster, das sich durch unterschiedliche Farben im Längsschnitt ergibt, durch die Anordnung von Geweben wie Holzfasern und Aststellen oder durch Unregelmäßigkeiten im Faserverlauf. Wenn z. B. Früh- und Spätholzzellen deutlich in ihrer Dichte unterschiedlich sind, kann dies im Radialschnitt zu einer schmalgestreiften Zeichnung führen. Holz mit welligem Faserverlauf führt zu geriegelten Texturen. Wenn Drehwuchs dazukommt, können auch gefleckte Maserbilder entstehen. Sehr ansprechende Riegelungen entstehen, wenn welliger Faserverlauf und Wechseldrehwuchs zusammenauftreten. Unterschiedliche Pigmentierung können zu dunklen Streifen führen. Wieder andere Faserverläufe oder Kombinationen aus verschiedenen Faserverläufen können zu ausgefallenen Maserungen wie geperlten oder geflammten Texturen führen.